-Anzeige-

SteuerThek
Onlinenachschlagewerk für alle Steuerzahler

Steuern | Behördenwegweiser | Internetfallen

Steuererklärung
Zusatzinfos
Bonus
Steuererklärung Online & Steuerbrief
sonstiges
Suchen
 
Web SteuerThek

Anrechnung eigener Einkünfte und Bezüge des Kindes sowie von bestimmten Zuschüssen

Für die Ermittlung der oben bezeichneten eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes gelten die Vorschriften, die bereits im Kapitel für die Unterstützungsleistungen bei Angehörigen (siehe Abschnitt "Unterstützung bedürftiger Angehöriger") erläutert wurden.

Bei der Anrechnung sind auch solche Bezüge zu berücksichtigen, die zwar schon für das betreffende Kalenderjahr bewilligt worden sind, aber erst später gezahlt werden (vgl. BFH-Urteil vom 21.8.1974 - BStBl 1975, Teil II, Seite 14).

Unterhaltsleistungen der Eltern sind keine anrechenbaren Bezüge des Kindes. Dagegen gehören Unterhaltsleistungen des Ehegatten des Kindes zu seinen anrechenbaren Bezügen (BFH-Urteil vom 7.3.1986 - BStBl 1986, Teil II, Seite 554).

Die Höhe der Unterhaltsleistungen ist gegebenenfalls zu schätzen. Unerfüllte Unterhaltsansprüche des Kindes gegen seinen Ehegatten sind nicht zu berücksichtigen.

Bei den anzurechnenden eigenen Einkünften und Bezügen haben die "Zuschüsse" eine besondere Stellung. Während beispielsweise bei einem Studenten der Arbeitslohn aus den Semesterferien nicht in vollem Umfange angerechnet wird, sondern nur der Teil der über den anrechnungsfreien Betrag von 3.600 DM hinausgeht, sind die Zuschüsse voll anzurechnen.

Zu den ohne anrechnungsfreien Betrag anzurechnenden Zuschüssen gehören z.B. die als Zuschuß gewährten Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, nach dem Arbeitsförderungsgesetz gewährte Berufsausbildungsbeihilfen und Ausbildungsgelder sowie Stipendien aus öffentlichen Mitteln.

Eigene Einkünfte und Bezüge eines Kindes, für das ein Ausbildungsfreibetrag neben der Steuerermäßigung wegen Unterstützung Angehöriger in Betracht kommt, sind zunächst bei Anwendung dieser Vorschrift zu berücksichtigen; ein etwa verbleibender Betrag der eigenen Einkünfte und Bezüge mindert den Ausbildungsfreibetrag.

Als Ausbildungshilfe aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten, bezogene Zuschüsse mindern jedoch zunächst den Ausbildungsfreibetrag; ein etwa verbleibender Betrag ist bei der Steuerermäßigung für die Unterstützung Angehöriger anzurechnen.

Die einzelnen Berechnungsschritte sind im Programm enthalten. Die Steuerermäßigung muß also nicht vom Anwender berechnet werden.

zurück zur Übersicht


Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen
          Außergewöhnliche Belastungen
            Ausbildungsfreibetrag
              Anrechnung eigener Einkünfte und Bezüge des Kindes sowie von bestimmten Zuschüssen