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Fahrten zur Arbeit

Sie müssen den Wagen nur fahren, nicht besitzen
Arbeitstage je Woche
So pauschal ist die Kilometerpauschale für Behinderte nicht
Kilometerentfernung
Mach mal Pause
Die Lasten Ihres LKW-Führerscheins trägt der Fiskus
Auch bei den Kfz-Kosten zahlt sich Sammelleidenschaft aus
Nur bei einem Unfall gibt es vollen Ersatz
Das Finanzamt zahlt die Ersatzteile
Bei Leerfahrten gehen Sie nicht leer aus
Auf dem Weg zur Arbeit haben Sie eine Unfallversicherung
Wenn Ihr Dienstwagen ein Klappfahrrad ist
Die Errechnung von Fahrtkosten ist mit Aufwand verbunden
Ihre Fahrtkosten berechnen sich nicht nach Luftlinie
Der Staat beteiligt sich nicht mehr an Ihren Fahrtkosten
Ein Kilometer ist nicht immer tausend Meter
Manchmal erteilt das Finanzamt die Fahrerlaubnis
Für die Steuer müssen Sie sich ganz schön abstrampeln
Parkschäden schaden auch dem Staat

Sie müssen den Wagen nur fahren, nicht besitzen

Fahrtkosten können Sie immer geltend machen. Egal, ob es sich um einen Firmen-, Leih- oder Privatwagen handelt. Selbst wenn Sie Ihr Fahrzeug nur leasen, können Sie für Aufwendungen zwischen Ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte die 0,30 EUR pro Kilometer bzw. 0,30 EUR ab dem 11. KM beanspruchen. Denn entscheidend ist, wer die entstehenden Kosten trägt, nicht wem das Fahrzeug gehört. Wenn Sie also anteilig Ihrer bisherigen Zahlungen lediglich den Innenspiegel Ihr Eigen nennen, tut dies der steuerlichen Veranschlagung keinen Abbruch.

Arbeitstage je Woche

Bei einer 5-Tage-Woche erkennt das Finanzamt bis zu 230 Fahrten (vgl. Register Fahrzeug) an.

Sie müssen nicht gleich Kreuze im Kalender machen, um die Anzahl der Tage nachzuhalten, an denen Sie mit dem Wagen zur Arbeit gefahren sind.

Das Finanzamt unterstellt eine Fünftagewoche, 20 Tage Urlaub und keine Krankheitstage. Macht insgesamt 230 Arbeitstage. Diese Zahl ändert sich natürlich entsprechend Ihrer persönlichen Gegebenheiten, wenn Sie z.B. eine Sechstagewoche und/oder abweichende Urlaubs- und Krankheitstage haben!

So pauschal ist die Kilometerpauschale für Behinderte nicht

Behinderte Arbeitnehmer müssen häufig neben der Wagenwäsche und den Reparaturen Ihres Autos auch kostspielige behindertengerechte Umbauten finanzieren. Dadurch sprengen die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung des eigenen Wagens zu Fahrten zwischen dem trauten Heim und der Arbeitsstelle schnell den Rahmen des Kilometer-Pauschbetrages. Daher empfiehlt es sich, anders abzurechnen. Entweder Sie veranschlagen wiederum pauschal die Regelsätze, die für Dienstreisen gelten, also 0,30 EUR für den gefahrenen Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, oder Sie führen den peniblen Einzelnachweis. Doch das Beleghorten lohnt sich nur, wenn man gewöhnlich viel Freizeit und Muße dafür hat oder ein ungewöhnlich teures Auto sein Eigen nennt.

Kilometerentfernung

Wählen Sie als Fahrtstrecke einen Weg, der länger als die kürzeste Entferung ist, so können Sie die längere Wegstrecke leider nicht geltend machen, auch wenn diese verkehrsgünstiger ist und dadurch Ihre Fahrzeit reduziert wird. Wie oft ist doch auf der kürzesten Wegstrecke ein Stau anzutreffen!

Mach mal Pause

Mehrere Fahrten zwischen Arbeitsplatz und Wohnstätte können Sie steuerlich nicht mehr veranschlagen, selbst bei einer Pause von 4 Stunden. Aber bei unvorhergesehenen Einsätzen können Sie die Zusatzfahrt dem Finanzamt in Rechnung stellen. Am besten lassen Sie sich jede einzelne von Ihrem Chef quittieren.

Die Lasten Ihres LKW-Führerscheins trägt der Fiskus

Lastkraftfahrer ist ein schwerer Beruf. 36 Stunden auf der Straße, 16 Tonnen in der Gewalt und 3 verschiedene Country-Titel im Ohr. Zum Glück gibt es aber auch steuerliche Vorteile, zum Beispiel in der Fahrschule. Denn jede Fahrstunde, die Voraussetzung für die Berufsausübung ist, kann steuerlich unter Werbungskosten veranschlagt werden.

Auch bei den Kfz-Kosten zahlt sich Sammelleidenschaft aus

Generell sieht der Gesetzgeber vor, auch die außergewöhnlichen Kfz-Kosten mit den Pauschbeträgen je Kilometer abzugelten. Nehmen Sie diese in Anspruch, würde also auch Ihr neuer Motor nur im Rahmen dieser Beträge Berücksichtigung finden. Anders verhält es sich, wenn Sie glaubhaft nachweisen, daß außergewöhnliche Motive für den Austausch Ihres Motors ausschlaggebend waren. Vom vorzeitigen Rost über Konstruktionsfehler können alle möglichen Umstände geltend gemacht werden. Grundsätzlich also auf jeden Fall den Einzelnachweis führen und den Abzug der Kosten beantragen.

Nur bei einem Unfall gibt es vollen Ersatz

Wenn Ihr Fahrzeug aber nicht aus Materialermüdung oder Hinfälligkeit, sondern durch einen Unfall auf einer Dienstfahrt oder auf der Strecke zwischen Heim und Firma in seinen beklagenswerten Zustand gekommen ist, können Sie den Austauschmotor ganz unter der Rubrik Werbungskosten eintragen. Denn schließlich befanden Sie sich auf geschäftlicher Fahrt.

Das Finanzamt zahlt die Ersatzteile

Macht Ihr Wagen während einer Dienstreise oder auf dem Weg zur Arbeit schlapp, so ist das immer unangenehm. Denn während Sie Freundschaft mit dem Herrn vom ADAC schließen, verpassen Sie vermutlich wichtige Termine. Sie sind also auf das Auto angewiesen und können daher den Austauschmotor zumindest anteilig der beruflichen Nutzung Ihres Wagens als Werbungskosten von der Steuer abziehen. Vorausgesetzt, der Defekt trat bei ungewöhnlich niedriger Kilometerleistung auf. Alle kleineren Reparaturen vom abgebrochenen Rückspiegel bis zum aufgestochenen Reifen sind dagegen mit dem Pauschbetrag abgegolten und nur über den Einzelnachweis bei Dienstreisen geltend zu machen.

Bei Leerfahrten gehen Sie nicht leer aus

Behinderte sind oft auf Hilfe angewiesen. Auch wenn sie ihren Arbeitsplatz erreichen wollen. Wenn Sie also einen Behinderungsgrad von mindestens 70 Prozent ohne und 50 Prozent mit erheblicher Steh- oder Gehbehinderung vorzuweisen haben und jemand aus Familie, Freundes- und Bekanntenkreis, aus Haus- oder Buchgemeinschaft Sie mit Ihrem Fahrzeug zu Ihrer Wirkungsstätte fährt, können auch die An- oder Abfahrten, die sogenannten Leerfahrten, als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Wiederum entweder im aufwendigen Verfahren des Einzelnachweises oder unspektakulär über die Reisekostenpauschale. Natürlich vorausgesetzt, Sie besitzen keinen eigenen Führerschein oder können wegen Ihrer Behinderung nicht selbst ein Fahrzeug lenken.

Auf dem Weg zur Arbeit haben Sie eine Unfallversicherung

Der Staat möchte nicht, daß Ihnen auf dem Weg zur Arbeit etwas passiert. Schon aus finanziellen Erwägungen. Denn auch Unfallkosten, die Ihnen unterwegs entstehen, können Sie neben der Pauschale von 0,30 EUR (ab dem 11. KM) pro Entfernungskilometer als weitere Werbungskosten berücksichtigen lassen. Zumindest wenn Sie, während die Sache passierte, nicht alkoholisiert waren. Straf- und Bußgelder werden hingegen niemals anerkannt.

Wenn Ihr Dienstwagen ein Klappfahrrad ist

Beruflich muß man sich manchmal ganz schön abstrampeln. Besonders, wenn man mit dem Fahrrad dienstlich unterwegs ist. Da freut man sich zu hören, daß auch der Staat mit in die Pedale tritt. Denn: berufliche Fahrradkosten sind Werbungskosten. Und auch hierfür gilt die Entfernungspauschale von 0,30 EUR für die ersten 10 und 0,30 EUR für jeden weiteren Kilometer.

Die Errechnung von Fahrtkosten ist mit Aufwand verbunden

Wer zu mehr als 70 % behindert oder über 50 % erheblich gehbehindert ist, kann statt der Kilometerpauschale die tatsächlichen Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstelle absetzen. Und das nach einer sehr einfachen Formel. Im ersten Schritt werden alle Kosten addiert: Benzin, Kfz-Versicherung, Steuer, Wagenpflege, Zubehör, Inspektionen, Garagenmiete und die Absetzung für die Abnutzung (= AfA). Wer in der letzten Stunde aufgepaßt hat, weiß, daß sich diese AfA wie folgt errechnet: Neupreis inklusive aller Extras geteilt durch die veranschlagte Nutzungsdauer. Die Gesamtsumme Ihrer Kosten teilen Sie dann durch die im gesamten Jahr gefahrenen Kilometer. Der dann errechnete Betrag ist Ihr persönlicher Aufwand pro gefahrenem Kilometer. Mindestens 0,30 EUR können je gefahrenen Kilometer berücksichtigt werden. Von den während der Fahrt gelassenen Nerven einmal abgesehen.

Ihre Fahrtkosten berechnen sich nicht nach Luftlinie

Sie sollten immer fliegen, wenn der Boss ruft. Zur Arbeit selbst werden Sie aber kaum fliegen können. Und daher ist für die Ermittlung Ihrer Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht immer die kürzeste Verbindung anzulegen. Auch eine andere Streckenführung kann, wenn sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist, Anerkennung finden. Landschaftliche Schönheit reicht als Grund alleine nicht.

Der Staat beteiligt sich nicht mehr an Ihren Fahrtkosten

1990 wurde Deutschland Fußballweltmeister. 1990 wurde aber auch verfügt, daß fortan keine steuerfreie Erstattung der Fahrtkosten zwischen dem trauten Heim und dem Betrieb mehr gewährt werden sollten. Fahrgeld zählt seither zum Arbeitslohn, und Fahrtkosten können seither nur noch als Werbungskosten veranschlagt werden. Dies lohnt sich natürlich nur, wenn sie die 920 EUR der Arbeitnehmerpauschale übersteigen. Und das dürfte höchstens bei Fußballern der Fall sein, die in Mönchengladbach wohnen und in Mailand trainieren. Für alle anderen ist es günstiger, wenn die Firma die Erstattungen ganz pauschal mit 15 Prozent versteuert. Dann bleiben sie nämlich für den kleinen Mann auf der Tribüne steuerfrei. Wenn der Zuschuß die sonst anzusetzenden Werbungskosten des Arbeitnehmers und Fußballfans nicht übersteigt.

Ein Kilometer ist nicht immer tausend Meter

Viele Finanzbeamte erscheinen Ihnen vielleicht als Erbsenzähler. Kilometerzähler sind sie aber nicht. Und so dürften in der Regel Ihre Kilometerangaben für die Entfernung vom Wohnort zum Arbeitsplatz für das Finanzamt kaum nachzuprüfen sein. Eine leichte Aufrundung der Angaben dürfte daher kaum beanstandet werden. Sie sollten aber bedenken, daß alle Zahlen, die den Erdumfang übersteigen, höchst unseriös wirken.

Manchmal erteilt das Finanzamt die Fahrerlaubnis

Wenn man in manchem Job gut fahren will, braucht man mehr als Fleiß. Denn manchmal ist ein Führerschein schon für die Berufsausbildung Eingangsvoraussetzung. Wenn dies bei Ihnen als LKW-Fahrer der Fall ist, können Sie sich den Führerschein bezahlen lassen. Nicht von den Eltern, sondern vom Finanzamt. Denn Führerscheine als Berufsvoraussetzung laufen unter der Rubrik Werbungskosten. Jedoch aufgepaßt: Bei Taxifahrern reicht die Führerscheinklasse III, und diese Klasse steht stark im Verdacht, privat genutzt zu werden. Da verschiedene Finanzgerichte die Fühererscheinkosten für Taxifahrer nicht zum Abzug zugelassen haben, sind Ihre Chancen hier gleich null.

Für die Steuer müssen Sie sich ganz schön abstrampeln

Parkschäden schaden auch dem Staat

Auch Untaten, die Ihrem Gefährt während des Parkens zugefügt werden, können beruflich veranlaßt sein. Etwa wenn Sie als Pendler regelmäßig Ihren Wagen auf dem Weg zur Arbeit abstellen, um den Rest des Weges zur Arbeit mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückzulegen. Wenn Sie dann am Abend einen Schaden an Ihrem PKW bemerken, sind die Reparaturkosten als Werbungskosten abzusetzen.

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